Stephanus-Preis

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Die Stephanus-Stiftung für verfolgte Christen ist nach dem Diakon der christlichen Urgemeinde benannt, der als erster Märtyrer wegen seines Bekenntnisses zu Jesus Christus gesteinigt wurde. Die Stephanus-Stiftung hilft gemäß ihren Statuten verfolgten Christen in Not, etwa durch einen Zuschuss  zum Lebensunterhalt oder  zu Anwaltskosten. Sie deckt zudem Fälle von Missachtung der Religionsfreiheit und ihre Hintergründe auf. Jährlich wird der mit 1.000,- Euro dotierte Stephanus-Preis vergeben. Zu den bisherigen Preisträgern zählen die syrisch-orthodoxe Ordensfrau Schwester Hatune Dogan, die auch „moderne Mutter Teresa“ genannt wird, der Patriarch von Babylon, Kardinal Louis Raphael I. Sako, Oberhaupt der chaldäisch-katholischen Kirche, Pfarrer Gottfried Martens, von der zur SELK (Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche) gehörenden Dreieinigkeitsgemeinde in Berlin-Steglitz und der am 7. April 2014 im syrischen Homs ermordete Jesuitenpater Frans van der Lugt. Im Jahr 2017 erhielt die pakistanische Menschenrechtsanwältin Aneeqa Anthony den Preis, die in der Vergangenheit prominente Fälle vor Gericht verteidigte, in denen Christen fälschlich der Blasphemie angeklagt waren. Kardinal Joseph Zen Ze-kiun, ehemals Bischof von Hongkong, war Preisträger 2018. Seit 2016 ist die Journalistin und Politikwissenschaftlerin Michaela Koller, Referentin für Religionsfreiheit bei der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (Frankfurt), Vorstandsvorsitzende der Stiftung.